Interview

Claudia Schölldorf

Konnten Sie sich bisher im Unternehmen weiterentwickeln und Aufstiegsmöglichkeiten wahrnehmen?

Ich habe auch als Helferin angefangen. Nach einem Jahr hat man mich gefragt, ob ich die Ausbildung machen möchte. Zuerst war ich ein bisschen geschockt – eine Ausbildung in meinem Alter! Da musste ich erstmal eine Nacht darüber schlafen. Jetzt finde ich es echt genial, nochmal zur Schule zu gehen und bin froh.

 

Was gibt Ihnen die Pflege für Sie persönlich?

Ich fühle mich gebraucht. Und auch wenn ich mal schlechte Laune habe – wenn ich herkomme, bin ich immer fröhlich. Es ist einfach genau das Richtige.

 

Wie kommen Sie mit den unterschiedlichen Arbeitszeiten und der Schichtarbeit zurecht?

Ich finde, mit Familie und mit älteren Kindern ist das super. Früher, als ich im Verkauf war, habe ich immer von 9 bis 18 Uhr geschafft mit 1,5 Stunden Mittag. Das ist jetzt besser. Ich habe entweder morgens frei oder mittags frei.

 

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Am Wochenende gehe ich gern mit meiner Familie und meinem Mann auf den Sportplatz. Ich mache auch selbst gern viel Sport.

 

Kommen Sie aus der Region? Fühlen Sie sich hier heimisch? Wie wichtig ist Ihnen das ländliche Umfeld?

Ich bin von hier und finde es hier wunderschön. Ich finde auch die Lage der Einrichtung super. Ich wollte nie in eine Einrichtung in der Stadt, aber das bin ich natürlich auch einfach nicht gewohnt. Ich find’s hier genial.

 

Was spricht für die Seniorenheime Maier als Arbeitgeber?

Herr Maier ist oft da und fragt, wie es klappt und wie es geht. Ich war auch überrascht, als er mich neulich gefragt hat, wie es in der Schule läuft, ich hätte gar nicht gedacht, dass er das weiß.

 

Was ist Ihre Botschaft an Unschlüssige, die sich nicht sicher sind, ob sie in der Pflege arbeiten möchten oder können?

Ich finde, man muss den Beruf lieben, sonst kann man es nicht machen. Meine Tochter lernt Erzieherin, und wenn wir uns unterhalten, ist es genau das gleiche, sie liebt ihre Kinder und ich lieb meine alten Leute.

Man sollte auf jeden Fall erst mal ein Praktikum machen und gucken, ob man das kann. Man kann es einfach nicht vorher wissen. Das ist einfach nicht so, als wenn man ins Büro ginge.