Pflegeleistungen

Für wen wir da sind…

Das Haus am Talbach versteht sich als Pflegeeinrichtung für ältere Menschen, die sich nicht mehr in vollem Umfang selbständig versorgen können oder wollen. Besonders die herzliche und professionelle Pflege und Betreuung für Menschen mit Demenz liegt uns sehr am Herzen.

Unser Pflegemodell

Wir wollen für unsere BewohnerInnen eine individuelle Pflege und Unterstützung gewährleisten, daher berufen wir uns auf das Pflegemodell der „Strukturierten Informationssammlung“ SIS. Der Leitgedanke hierbei ist es, die fachliche Kompetenz der Pflegekräfte sowie die Konzentration auf die jeweilige pflegebedürftige Person in den Mittelpunkt der täglichen Arbeit zu stellen.

Die 6 Themenfelder des Pflegemodells

1. kognitive und kommunikative Fähigkeiten
2. Mobilität und Beweglichkeit
3. krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
4. Selbstversorgung
5. Leben in sozialen Beziehungen
6. Wohnen und Häuslichkeit

Grundpflege

Nahrungsaufnahme, Körperhygiene und der Gang zur Toilette zählen zu den menschlichen Grundbedürfnissen, bei denen wir unsere BewohnerInnen individuell und an den jeweiligen Bedarf angepasst unterstützen. Bei manchen BewohnerInnen genügt eine kleine Ermunterung, ein entsprechendes Training oder minimale Hilfe; andere BewohnerInnen jedoch können diese Bedürfnisse nur mit umfassenden Hilfsmitteln und Hilfemaßnahmen bewältigen.

Medizinische Behandlungspflege

Bei verschiedenen Krankheitsbildern wie Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen, Diabetes, Herzerkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebserkrankungen, geht die Pflegebedürftigkeit oft deutlich über die Grundpflege hinaus. Die daraus resultierende medizinische Behandlungspflege erfolgt auf ärztliche Verordnung und wird ausschließlich von geschulten Fachkräften durchgeführt. Zur medizinischen Behandlungspflege zählen bspw. Wundversorgung, Verbandswechsel, Verabreichung von Medikamenten oder Blutdruck- und Blutzuckermessung.

Aktivierende Pflege

Der Grundgedanke der aktivierenden Pflege ist es, die noch vorhandenen Fähigkeiten der BewohnerInnen bei der Durchführung von Pflegemaßnahmen miteinzubeziehen. Diese Art der Pflege bietet Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützt die BewohnerInnen insbesondere auch durch Bewegungsübungen darin, ihre körperlichen und geistigen Kräfte für die Bewältigung mancher Alltagsverrichtungen zu aktivieren.

Bezugspflege

Jedem unserer BewohnerInnen wird eine feste Bezugsperson zugeteilt, welche ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbaut und dafür Verantwortung trägt, dass die individuelle Einzigartigkeit, vor dem Hintergrund der jeweiligen Lebensgeschichte und Lebenssituation, wahrgenommen wird. Die Gestaltung der Beziehung zwischen den Bewohnern und der Pflegekraft wird fortwährend überprüft und angepasst.

Biografie-Arbeit und Dokumentation

Im Rahmen der Biografiearbeit stellen wir für jeden und jede BewohnerIn Angaben zur Lebensgeschichte, zu Gewohnheiten und Vorlieben zusammen. Wir unterstützen unsere BewohnerInnen darin, Erinnerungen an persönliche Erlebnisse wachzurufen und über bedeutende Momente ihres Lebens zu sprechen. Dies bietet uns eine wertvolle Möglichkeit, die BewohnerInnen und ihre Verhaltensweisen besser zu verstehen. Biografisch bedeutsame Themen können dabei ganz konkret in Pflegerituale und Mahlzeiten integriert werden. Jedem Einzelnen wird dadurch die Möglichkeit gegeben, innerhalb eines gewissen Rahmens, nach seinem persönlichen Rhythmus und seinen Neigungen zu leben. Gezielte Angebote an Aktivitäten können ebenfalls nur dann unterbreitet werden, wenn die Vorlieben der BewohnerInnen bekannt sind. Darüber hinaus führen wir für jeden und jede BewohnerIn eine eigene, fortwährend aktualisierte Dokumentation über ärztliche Anordnungen, Pflegemaßnahmen, Verläufe und Einzelereignisse.

Fürsorge bei Demenz

Um dem steigenden Anteil der demenziell erkrankten BewohnerInnen gerecht zu werden und eine würdevolle Pflege in einer behüteten Umgebung anbieten zu können, arbeiten wir mit einem speziell entwickelten Demenzkonzept. Menschen mit Demenz erleben ihre Erinnerungen und Gefühle oft nicht mehr in logischen Zusammenhängen, weshalb sie sich traurig, ängstlich oder auch alleingelassen fühlen können.

Dieser veränderten Wahrnehmung begegnen wir mit höchster Professionalität sowie mit Einfühlungsvermögen und großem Respekt. Wir nehmen jeden einzelnen Menschen so an, wie er ist, begleiten ihn, teilen Freude, spenden Trost und geben ihm Geborgenheit. Unsere Gartenanlage im Innenhof bietet jedem und jeder BewohnerIn je nach Bedarf entsprechende Sinneserlebnisse, Rückzugsmöglichkeiten oder Gemeinschafts- und Betätigungserfahrungen.